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🫡 Antreten, Nummerierung & Dienstordnung

Das Antreten dient dazu, Kräfte geordnet zusammenzuführen, Anwesenheit festzustellen, Einteilungen vorzunehmen sowie Befehle und Informationen entgegenzunehmen.

Jede Soldatin und jeder Soldat muss wissen, welcher Führung sie oder er unterstellt ist, welcher Einheit sie oder er angehört und welche Position einzunehmen ist.


Das Antreten erfolgt auf Befehl der zuständigen Führung.

Dabei gilt:

  • Die befohlene Aufstellung wird unverzüglich eingenommen.
  • Die zugewiesene Position wird selbstständig gehalten.
  • Gespräche und unnötige Bewegungen werden eingestellt.
  • Anweisungen der Führung werden aufmerksam aufgenommen.
  • Änderungen der Aufstellung erfolgen auf Befehl.
  • Fehlende oder abwesende Kräfte werden bei Bedarf gemeldet.
  • Jede Soldatin und jeder Soldat erscheint mit der für den Auftrag vorgesehenen Ausrüstung.
  • Unklarheiten bezüglich Einteilung, Position oder Auftrag werden vor Beginn geklärt.

Das Antreten kann insbesondere genutzt werden für:

  • Anwesenheitskontrolle.
  • Auftragserteilung.
  • Einteilung von Gruppen und Fireteams.
  • Rollen- und Funktionsverteilung.
  • Bekanntgabe der Befehlskette.
  • Ausgabe wichtiger Informationen.
  • Kontrolle der Einsatzbereitschaft.
  • Vorbereitung von Ausbildung, Übung oder Auftrag.

Bei einem Appell treten die befohlenen Kräfte geschlossen an, um Befehle, Informationen oder organisatorische Anweisungen entgegenzunehmen.

Ein Appell kann insbesondere genutzt werden, um:

  • Anwesenheit festzustellen.
  • personelle Veränderungen bekanntzugeben.
  • Einteilungen vorzunehmen.
  • Informationen weiterzugeben.
  • bevorstehende Aufgaben bekanntzugeben.
  • Einsatzbereitschaft festzustellen.

Während eines Appells gelten Ordnung, Aufmerksamkeit und Disziplin.


Zum Formaldienst gehören grundlegende militärische Abläufe des täglichen Dienstes.

Dazu zählen insbesondere:

  • Antreten.
  • Melden.
  • militärisches Grüßen.
  • Marschieren.
  • Einnehmen befohlener Aufstellungen.
  • korrektes Verhalten gegenüber Vorgesetzten.
  • geordnetes Entlassen aus einer Formation.

Diese Abläufe schaffen einheitliche Standards und einen geordneten Dienstbetrieb.

Innerhalb einer Aufstellung kann eine fortlaufende Nummerierung verwendet werden.

Grundsätzlich gilt:

Ungerade Nummern → links
Gerade Nummern → rechts

Die Nummerierung unterstützt:

  • eindeutige Positionszuweisung.
  • Bildung von Formationen.
  • Zuweisung von Sicherungsbereichen.
  • schnelles Durchzählen.
  • geordnete Bewegung.
  • eindeutige Befehlsgebung.

Jede Soldatin und jeder Soldat merkt sich die eigene Nummer und die daraus resultierende Position.


Die zugewiesene Position wird grundsätzlich gehalten.

Dabei gilt:

  • Abstände werden an Gelände, Formation und Bedrohung angepasst.
  • Eigenmächtige Positionswechsel sind zu vermeiden.
  • Führungskräfte benötigen Bewegungsfreiheit, um ihre Kräfte führen und die Lage beobachten zu können.
  • Spezialisten werden entsprechend ihrer Aufgabe sinnvoll innerhalb der Formation verteilt.
  • Sanitätskräfte, Maschinengewehrschützen und andere wichtige Funktionen werden nach Möglichkeit nicht unnötig an einer Stelle konzentriert.
  • Die Verbindung zu den benachbarten Kräften wird gehalten.
  • Jede Kraft kennt ihren Sicherungsbereich.

Erfordert die taktische Lage eine unmittelbare Anpassung, kann die Position entsprechend verändert werden. Sobald es die Lage zulässt, wird die Ordnung innerhalb der Formation wiederhergestellt.


Positionstreue bedeutet nicht, unbeweglich an einem einzelnen Punkt zu verbleiben.

Sie bedeutet, dass jede Soldatin und jeder Soldat jederzeit weiß:

  • wo die eigene Position innerhalb der Formation liegt.
  • welche Kräfte links und rechts eingesetzt sind.
  • welcher Bereich gesichert werden muss.
  • welcher Führung gefolgt wird.
  • welche Aufgabe übernommen wurde.
  • welche Kameradinnen und Kameraden unterstützt oder abgesichert werden müssen.

Dadurch bleibt die Einheit auch während Bewegung, Feindkontakt und Lageänderungen geordnet.

POSITIONSTREUE SCHAFFT VERTRAUEN, ÜBERSICHT UND GEGENSEITIGE SICHERHEIT.

Ein Fireteam / Trupp besteht grundsätzlich aus vier Soldatinnen und Soldaten.

Geführt wird das Fireteam durch einen:

Fireteam Leader / Truppführer

Die Rollen der übrigen Kräfte richten sich nach:

  • Auftrag.
  • Lage.
  • benötigten Fähigkeiten.
  • vorhandener Bewaffnung und Ausrüstung.
  • erwarteter Bedrohung.

Mögliche Funktionen innerhalb eines Fireteams sind beispielsweise:

  • Rifleman / Schütze.
  • Grenadier.
  • MG-Schütze.
  • MG-Hilfsschütze.
  • Panzerabwehrschütze.
  • Panzerabwehr-Hilfsschütze.
  • Pionier.
  • Sanitäter.
  • Marksman.

Nicht jede Funktion ist gleichzeitig innerhalb eines Fireteams vorhanden. Die Zusammensetzung wird passend zum Auftrag festgelegt.

Die einzelnen Funktionen und deren Aufgaben werden gesondert innerhalb der Rollenverteilung eines Fireteams behandelt.


Jede Soldatin und jeder Soldat muss jederzeit wissen:

  • welchem Fireteam sie oder er angehört.
  • wer der eigene Truppführer ist.
  • welcher Gruppe das Fireteam unterstellt ist.
  • wer die nächsthöhere Führung übernimmt.
  • welcher Auftrag der eigenen Einheit erteilt wurde.

Der reguläre Führungsweg lautet:

Zugführer → Gruppenführer → Truppführer → unterstellte Soldatinnen und Soldaten


Im Dienst gilt grundsätzlich:

  • pünktlich und vorbereitet antreten.
  • Befehle aufmerksam aufnehmen.
  • Zuständigkeiten beachten.
  • die eigene Ausrüstung einsatzbereit halten.
  • Änderungen des eigenen Status melden.
  • Kameradinnen und Kameraden unterstützen.
  • unnötige Störungen während Befehlsausgaben vermeiden.
  • die festgelegte Befehlskette einhalten.
  • Verantwortung für die eigene Aufgabe übernehmen.

Nach Ausbildung, Übung oder Auftrag erfolgt die Nachbereitung.

Dabei werden insbesondere:

  1. Waffe und Bewaffnung
  2. Ausrüstung und Material
  3. persönliche Einsatzbereitschaft

kontrolliert und wiederhergestellt.

ORDNUNG – DISZIPLIN – KLARE ZUSTÄNDIGKEITEN – GEMEINSAMER AUFTRAG.